Freitag, 28. August 2015

Wieder mal ein Einzugsgeschenk

Es ist ja nicht so, dass ich überhaupt nichts nähe... ab und zu entsteht schon mal etwas...

So zum Beispiel vor einiger Zeit wieder mal ein Einzugsgeschenk für meine ehemaligen Nachbarinnen, die endlich nach langer Suche eine neue, komfortablere Wohnung gefunden haben, wo auch Spike willkommen ist.

Ein schlichtes Utensilo, innen mit Wachstuch, gefüllt mit einem kleinen Brot und Salz sowie besonderen Leckereien für Spike. Dazu gab es noch was zum Anstoßen und zwei genähte Schlüsselanhänger für die neuen Wohnungsschlüssel.

Stoff vom Gewinn von Filzekater, Wachstuch aus meiner Restekiste vom Wachstuchverkauf


... und nach einigem Überlegen enthalte ich Euch mal nicht vor, dass ich an so einem Anfängerprojekt wie diesem Utensilo etwas verzweifelt bin.
Da denkt man, das Utensilo näh ich mal fix in einer halben Stunde... und dann macht einem das Wachstuch einen Strich durch die Rechnung. Ich hatte zwar die Nadel extra gewechselt, allerdings die Stichlänge etwas zu kurz eingestellt und so riss die Naht beim Wachstuch leider beim Wenden auf. Sehr ärgerlich, zumal mir das noch nie passiert ist (vielleicht lag es auch an der einen Sorte Wachstuch). Natürlich habe ich auch versucht, zu retten was noch zu retten geht und bißchen dran rumgeschnippelt und neu genäht... aber zum Verschenken war es dann irgendwie nicht geeignet (durch das Rumgeschneide war der Innenteil etwas kleiner als der Außenteil und insgesamt wirft das Utensilo ein paar Falten). 
Und so steht es nun in meiner Nähecke und wird als Aufbewahrung für kleinen Nähkram verwendet.
(Und ich habe wirklich zwischendurch überlegt, ob ich das Nähen vielleicht schon verlernt habe oder einfach derzeit zu ungeduldig und unkonzentriert bin...)

Stoff von hier, Wachstuch aus meiner Restekiste vom Wachstuchverkauf

Da der Stoff nicht für ein weiteres Utensilo gereicht hat, habe ich dann fürs Einweihnungsgeschenk noch mal eine neue Kombi zugeschnitten.

Das ging auch und die Geschenke kamen alle gut an. Und das ist ja die Hauptsache...

Sonntag, 9. August 2015

Mit dem Wohnmobil auf den Lofoten

Nachdem wir im letzten Jahr zwei Wochen lang das wunderschöne Norwegen mit dem Wohnmobil erkundet haben und davon sehr beeindruckt waren, stand das diesjährige Urlaubsziel sowie die Art zu reisen schnell fest.

Wieder mit dem Wohnmobil durch Norwegen, dieses Mal allerdings ein ganzes Stück nördlicher zu den Lofoten, ging es für drei Wochen.


Dieses Land hat uns einfach gepackt mit seiner unbeschreiblich schönen Landschaft, den hohen Bergen, den vielen Fjorden, der Natur, wo man das Gefühl hat, hier kann man wirklich mal die Seele baumeln lassen. Auch gibt es so viele Nationalparks, die entdeckt und erkundet werden wollen, wo man sich locker mehrer Tage aufhalten kann ohne dass einem langweilig wird. Und jeder ist auf seine Art besonders...

Auf den Lofoten waren wir 10 Tage, haben die einzigartige Inselgruppe erkundet, ließen uns vom sehr wechselhaften Wetter (Regen, Nebel, Durchschnittstemperatur 12 Grad, Sonne, wieder Nebel) nicht abhalten und waren viel wandern, im kalten Meer baden (geschätzt knapp unter 10 Grad - tat schon weh...), versuchten uns bißchen treiben zu lassen (was nicht immer so einfach ist, weil man das Gefühl hat, man muss dies und das auch noch gesehen bzw. erlebt haben), erlebten die Mitternachtssonne (Wahnsinn wenn kurz vor 24 Uhr noch nicht mal richtig Dämmerung herrscht) und aßen den als Delikatesse bezeichneten Stockfisch (naja, kann man essen, muss man aber nicht).


Außerdem nahmen wir an einer Walsafari teil, bei der ordentlicher Wellengang war und das Schiff wie eine Nussschale auf dem Meer schaukelte (das Schiff schwenkte manchmal bis zu ca. 45 Grad nach rechts und links...). Aber es hat sich gelohnt, auch wenn über die Hälfte der Passagiere sich die meiste Zeit mit ihrem Unwohlsein und den dafür vorgesehen Tüten beschäftigen mussten (wir zum Glück nicht), durften wir nach langer Suche einen Pottwal aus nächster Nähe sehen. Da sich in der Region nur männliche Pottwale auf Grund der kalten Temperatur befinden und diese meist Einzelgänger sind, ist es gar nicht so einfach, einen ausfindig zu machen. Dazu kommt noch, dass diese Tiere bis zu 2 Stunden tauchen können und dann für sage und schreibe 10 bis 15 Minuten mal an die Wasseroberfläche kommen, kurz Luft schnappen um sich dann wieder mit der als Fotoobjekt beliebten abtauchenden Schwanzfluke in die Tiefe zu verabschieden. 


Elche und Rentiere haben wir leider wieder nicht gesehen (da müssen wir wohl noch mal hin... bis wir welche sehen), dafür andere Tiere, wie Wildkatze, Fuchs, verschiedene Vögel und Möwen, Reh, Weißkopfseeadler, Delfine und natürlich den Pottwal.

Die Rückfahrt von den Lofoten zum Festland war mit der Fähre auch ein Abenteuer, denn es herrschte mal wieder sehr hoher Wellengang und die eigentlich große Fähre wippte von einer Welle zur nächsten. (Das habe ich jetzt auch mal erlebt, muss ich nicht noch mal haben...)

In der hübschen Hafenstadt Bergen endete unser Norwegenurlaub und bevor wir auf die Fähre stiegen liefen wir noch mal durch das bekannte Hafenviertel...

Wie immer ging die Zeit viel zu schnell vorbei und seit einer Woche hat uns der Alltag wieder. Aber es wird wohl nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir in Norwegen waren...