Mittwoch, 25. Juni 2014

Kleiner Nähtreff und ein Kleid für einen Sommer

Nach dem Nähbloggertreffen hatte ich gleich am nächsten Tag ein weiteres kleines Nähtreffen bei Miss Needlework. Sie wollte gern das Sommerkleid für ihre Tochter nähen und so verbrachten wir mehrere Stunden mit Schnittmuster anpassen, Stoff zuschneiden, nähen, schwatzen und essen. Ich hatte keine Vorstellung wie lange man schon mit dem Aufzeichnen des Schnittmusters auf den Stoff verbringen kann. Ich gebe zu, ich schneide das alles etwas "kamikazemäßig" (Wortwahl von Amberlight übernommen) zu. Ich hatte zuvor noch nicht mal richtig gewusst, dass es so ein Lineal für das genaue Abmessen der Nahtzugabe gibt, geschweigedenn habe ich gewusst, wie man das anwendet. Na jetzt weiß ich es ;-)


Nachdem wir beide unsere Kleider in Teamwork zugeschnitten hatten (ich musste ganz schön basteln, da ich nicht ganz so viel Stoff am Stück da hatte, aber es hat erstaunlicherweise geklappt!) machten wir uns ans Nähen. Ich vernähte einen hübschen Stoff von hier, der sich als heimtückig herausstellte. Wie sagte mir Silvi so schön? Stoffe sind wie die Menschen, jeder ist anders. Ähm ja genau, ich erwische immer besonders zickige Varianten... Jedenfalls verhielt sich der Stoff wieder völlig anders als bei den anderen Kleidern, die ich schon nach dem Schnitt genäht hatte. Er fiel ganz anders. So hätte ich das Kleid anfangs wirklich in hochschwangeren Zustand anziehen können ohne dass mein Bauch den Stoff berührt hätte. Also habe ich mehrfach (!!!) die vorderen Nähte korrigiert bis es endlich figurbetonter saß. Tja und dann stellte ich fest, dass der Stoff an manchen Stellen kleine Löcher an der Naht hatte. Keine Ahnung ob es an den Nadeln lag und die gewechselt werden sollten (komischerweise waren die Löcher nur an manchen Stellen). Lange wird das Kleid dann wohl leider nicht halten.

Naja... Danach wurden die Armlöcher und der Halsausschnitt gesäumt bzw. mit Bündchen versehen. Und dann gings an den Rollsaum, den ich letztens noch so hoch gelobt habe und der zu späterer Stunde nicht mehr klappen wollte. Also beendete ich das Kleid dann einige Tage später zu Hause, in der Hoffnung, dass es mit Ruhe und in heimischer Umgebung funktioniert. Pha... immer wieder truselte der Rollsaum an manchen Stellen auf, an manchen sah er aus wie gewollt. Nach verschiedenen Einstellungen und 3 Zentimetern weniger ging es so halbwegs. Lag das auch wieder am Stoff? Oder habe ich einfach etwas falsch eingestellt? Zumindest Miss Needlework konnte ich noch beim Treffen weiterhelfen und wir fanden an ihrer Maschine die richtige Einstellung, um einen sauberen Rollsaum zu nähen (manchmal ist es einfach nur ein einziger Schalter, den man nicht benutzt hat).


Nun habe ich ein ganz hübsches elegantes Kleid, vielleicht einen Tick kürzer als ursprünglich gewollt und leider mit einigen Fehlern, so dass es wohl leider nur diesen Sommer getragen werden kann - in der Hoffnung, die kleinen bisher nicht sichtbaren Löchlein werden nicht in einem ungünstigen Moment größer...

Trotzdem ist es ein selbstgenähtes Teil für mich und ich werde es auch anziehen. Und darum verlinke ich dieses Kleid heute beim Me Made Mittwoch

Liebe Grüße
Dani Ela

Sonntag, 22. Juni 2014

Overlock-Nähbloggertreffen

Letzten Freitag fand ein gemütliches, kleines Treffen der Dresdner Nähblogger im beneidenswerten Nähzimmer von Mit Nadel und Faden statt. Neben mir und der Gastgeberin waren noch Saxony Girl, Himmelblau und Sommerbunt, Amberlight, Kääriäinen, Schau´n wir mal, Malou, resize-genadelt und Ranunkelchen dabei.

Bevor wir uns den Maschinen widmeten und verschiedene Overlockprobleme besprachen wurde sich erst mal mit leckeren Grillkäse, Steaks, Würsten und verschiedenen mitgebrachten Salaten gestärkt.


Danach wurden Fragen diskutiert wie "Welche Nadeln verwendet man für die Ovi?", "Kann man auch um die Ecke nähen?", "Was gibt es alles für Nahtsicherungsvarianten?", "Wie beendet man am besten eine Näht nach der Rundnäherei ohne dass Luftmaschen entstehen?" und noch mehr... Teilweise wurde das neu erworbene Wissen gleich notiert.


Es standen 7 Overlockmaschinen in dem Zimmer und wir probierten einiges aus bzw. nähten auch einfach an eigenen Projekten, aber guckten der ein oder anderen auch mal über die Schulter.


Es wurde auch gestrickt, Stoff zugeschnitten und viel gequatscht. In dem Zimmer war wirklich für alles Platz! Ich habe auch ein bißchen an einer schon seit Monaten zugeschnittenen Mayla genäht, bin aber nicht fertig geworden, weil ich immer wieder anderen über die Schulter geschaut habe oder einfach über andere Dinge gequatscht habe. Jetzt muss sie nur noch gecovert und mit Label versehen werden, dann ist sie auch fertig. Ich gebe auch zu, ich bin nicht ganz der Typ, der locker flockig näht während andere mir auf die Finger schauen. Dann werde ich nervös und es passieren Fehler beim Einfädeln oder beim Nähen... 

Trotzdem war es ein gelungener Abend, die Zeit verging viel zu schnell und es waren wieder interessante Stunden mit den Mädels.

Freitag, 20. Juni 2014

222 Tage sind vorbei

... und somit endet bei mir die Aktion 22 Dinge in 222 Tagen, welche von Frau Äpplegrön ins Leben gerufen wurde.

Es ging darum, 22 Dinge in 222 Tagen zu tun bzw. sich zu gönnen, 11 kreative Projekte und 11 Dinge für das Wohlbefinden.


Und hier nun die erschreckende, nackte Wahrheit:

11 Projekte, an die ich mich zum ersten Mal heranwagen wollte:

1. endlich eine Geldbörse nähen (Schnitte liegen einige hier rum, ich muss mich nur endlich mal ran wagen) - habe ich nach wie vor nicht getan, ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das noch mal irgendwann in Angriff nehme
2. eine Tasche nähen, Modell steht noch nicht fest - habe ich ebenfalls immer noch nicht geschafft, will ich aber schon noch irgendwann mal machen
3. ein Sommerkleid nähen - hab ich erst letztens genäht, nämlich hier
4. mich an einer Patchworkdecke versuchen - kann man hier anschauen
5. das Töpfern ausprobieren - meine Ergebnisse sind hier zu bewundern
6. endlich mal diese Minutenmützchen nähen - habe ich auch erledigt
7. eine Kinder-Pumphose nähen - kann ich auch abhaken
8. ein anderes Oberteil als die Shelly für mich nähen - ebenfalls erledigt
9. ein Männer-T-Shirt nähen - das steht noch aus, Stoff dafür ist aber schon längst gekauft
10. 3 neue Rezepte ausprobieren - da habe ich sogar mehr als 3 ausprobiert (gleicht sich das damit mit den nicht erledigten Dingen aus?)
11. Essig oder Öl herstellen - ist bereits angesetzt, muss ich nur noch abfüllen in Flaschen


Damit habe ich von den ersten 11 Dingen zumindest 8 in der vorgegebenen Zeit geschafft... immerhin...


Und nun die 11 Dinge, die ich mir innerhalb von 222 Tagen gönnen wollte, um mir was Gutes zu tun:

1. mit der Freundin mal wieder tanzen gehen und prüfen, ob Disco noch/ wieder was für uns ist (haben wir schon ewig vor, müssen wir mal realisieren) - haben wir nach wie vor nicht auf die Reihe bekommen
2. mir eine besondere, entspannende Massage gönnen - zählt eine private Massage auch? ;-) na zumindest habe ich hier zwei Gutscheine liegen, die hoffentlich bald eingelöst werden
3. wieder mal Skiurlaub machen, zumindest ein Wochenende - wegen Schneemangel und wegen einem bereits zu vollem Skitourenkurs hat das auch nicht geklappt (aber ich habe es zumindest versucht)
4. dem Sport wieder mehr Beachtung schenken in Form von Joggen, Radfahren etc. (das habe ich ein bißchen vernachlässigt) - öhm, das lasse ich mich zählen, mal mehr mal weniger widme ich mich dem Sport (zumindest im Urlaub war ich sehr aktiv)
5. meinen Ernährungsplan etwas umstellen (mehr Obst und Gemüse, weniger Süßkram) - das habe erfolgreich geschafft, zuerst, wie jedes Jahr, eine Fastenkur gemacht und nun ernähre ich mich gesünder und bewusster!
6. mindestens 3 Mal in die Sauna gehen - das habe ich voll erfüllt
7. mal wieder brunchen gehen - noch nicht erledigt, aber Gutschein für einen Brunch habe ich verschenkt und hoffe, die Freundin nimmt mich dann mit zum Brunch ;-)
8. auch mal wieder Yoga zu Hause machen und nicht nur im Kurs - ähm ja, ich habe den Yoga-Kurs sogar sein lassen, da mir das einfach zu viel wurde, Yoga zu Hause wird aber auch nicht gemacht
9. wieder zum Pilates-Kurs gehen - war ich mehr oder weniger regelmäßig, wie es die Arbeit und andere Termine halt zulassen
10. gelassener werden und mich weniger stressen lassen - habe ich noch nicht so geschafft

11. mir bewusst Zeit für mich nehmen und nicht immer von Termin zu Termin hetzen, weil ich mir den Terminkalender zu voll gepackt habe - habe ich zumindest ein bißchen geschafft, siehe Punkt 8



Die Wohlfühl-Dinge wurden also noch mehr vernachlässigt. So habe ich nur 5 von 11 Dingen so halbwegs geschafft (mit Augen zudrücken), aber Punkt 2 und 7 werden ja demnächst noch erfüllt.

Fazit: Es ist nicht so einfach, all die vorgenommenen Dinge auch zu schaffen. Zu sehr rutscht man in den Alltagstrott ab. So habe ich nur 13 von 22 Dingen geschafft, immerhin über die Hälfte. Vielleicht schaffe ich demnächst noch ein paar Dinge von der Liste abzuarbeiten

Aber wenn ich Punkt 10 von den Wohlfühldingen schaffen will, nämlich gelassener werden und mich weniger stressen lassen, brauche ich gar nicht die gesamte Liste abzuarbeiten... 

Mittwoch, 18. Juni 2014

Ein Schnabelina Röckli für mich

Nach meinem kleinen Nähtief habe ich nun endlich wieder begonnen, Sachen für mich zu nähen. Erst das Sommerkleid und nun folgte ein Schnabelina Röckli.


Ich war erstaunt, wie fix dieser Schnitt zu nähen ist. Das macht echt Spaß und wenn dann noch so ein schönes Ergebnis entsteht bin ich echt zufrieden. Das Röckli sitzt super und ist herrlich luftig. Drehen lässt es sich auch ganz mädchentypisch. So hoffe ich jetzt, dass es bald wieder wärmer wird, damit ich das Röckli auch oft tragen kann.


Etwas gescheut habe ich mich vor dem Rollsaum. Ich hatte den Rollsaum schon mal probiert mit meiner Maschine und kam überhaupt nicht zurecht damit. Beim erneuten Versuch stellte ich nun aber fest, dass ich einfach eine Einstellung in der Beschreibung übersehen habe und siehe da, nun klappt er super! Ich bin begeistert, gefällt mir sehr!


Stoff ist vom Stoffmarkt, Schnitt von Schnabelina.

Und da ich endlich mal wieder was für mich genäht habe und heute Mittwoch ist, mache ich mit diesem Röckli auch mal wieder beim Me Made Mittwoch mit.
Liebe Grüße
Dani Ela

Montag, 9. Juni 2014

Ein Sommerkleid für mich

Nachdem ich bereits vor einem Monat ein Probekleid für eine mir fremde Person genäht hatte, sollte nun auch ein Sommerkleid für mich entstehen. Den selbstangefertigten Schnitt erhielt ich von dem befreundeten Paar, wobei der Herr diesen höchstpersönlich aufgezeichnet und mir mit Hinweisen versehen hatte. An dieser Stelle noch mal vielen Dank!
Dann hieß es, den Schnitt ausschneiden...


... und auf den vor über einem Jahr auf dem Stoffmarkt gekauften Stoff anbringen und zuschneiden.


Ich habe keine Ahnung, warum das so ist, aber beim Probekleid klappte alles sofort auf Anhieb, bei meinem eigenen schlich sich bei der Covernaht erst mal ein Fehler ein. Auch hatte ich beim Zuschneiden mit dem sehr "flutschigen" Stoff so meine Probleme, aber der dehnbare Stoff verzeiht kleine Zuschnittfehler. Ursprünglich sollte es etwas länger werden, aber zum Schluss erst bemerke ich, dass der untere Saum nicht gleichmäßig lang war. Vorn war das Kleid viel kürzer, an den Seiten viel zu lang. Das lag wohl daran, dass ich vorn und hinten mit meiner Oberweite und meinem Hintern den Stoff anders ausfülle. Beim Probekleid gab es die Probleme nicht. Also Saum noch mal abgesteckt (was nervig ist, wenn man das allein macht) und noch mal umsäumt und dadurch ein etwas kürzer als geplantes Kleid fertig gestellt, was aber gar nicht so schlimm ist.
Ich finde, das Sommerkleidchen kann sich wirklich sehen lassen. Bei dem schönen Wetter konnte man auch gleich perfekte Bilder machen, auch wenn der Stoff sich von der grünen Hecke jetzt nicht so sehr abhebt.



Das Kleid trägt sich jedenfalls sehr gut, ist schön luftig und ich werde wohl noch mal so eins nähen :-) Heute habe ich es schon bei den heißen Temperaturen ausgeführt und mich darin sehr wohl gefühlt.

Es dreht sich auch wieder wunderbar...



Und auch die Rückseite kann sich sehen lassen:


Ein Dankeschön auch an meine Mama, die mich beim Drehen mit der Kamera gut eingefangen hat. Sie möchte jetzt den Kleiderschnitt auch gern haben und sich ein Sommerkleid nähen. Dieses Kleid scheint immer mehr Fans zu bekommen...

Eine schöne sommerliche Woche wünsche ich Euch.

Dani Ela