Mittwoch, 19. Februar 2014

Maulwurf-Shirt

Gestern habe ich einer kleinen Dame nachträglich zum 2. Geburtstag ein Shirt geschenkt. Da sie den Maulwurf sooo sehr mag, wurde einer aufs Shirt appliziert.

Stoff ist vom Stoffmarkt bzw. von hier, Schnitt ist Brave Fireman Raglan-Shirt aus Ottobre 3/2013

Die Freude beim Auspacken war groß, das Shirt wurde sofort fachmännisch ausgebreitet (wie eine große Dame) und der "Mlwuff" begutachtet.


Das Shirt ist noch ein bißchen groß (hab extra eine Nummer größer genäht) und ist etwas lang, aber die Mama findet das gerade gut und ideal für den Kindergarten.


Ich bin sehr froh, dass das Shirt super gut angekommen ist. Was ich für Stress damit hatte und dass irgendwie komplett der Wurm drin war, sah man dem Shirt (glückerweise) nicht an.

Aber Euch berichte ich mal kurz, was mich zum lautstarken Fluchen brachte.
Zuerste einmal: wie komm ich auf die Idee, so eine Maulwurf zu applizieren? Mit so kleinen Fingern und winzigen Details? Das schaffen vielleicht Profis, wie z.B. Kerstin, ich aber hatte ganz schön zu tun und der Maulwurf hat jetzt eine, naja, verkorkste linke Hand...


Nach dem frimmeligen Applizieren kam das Zusammennähen. Klappte gut, doch dann wollte ich mein zu Weihnachten bekommenes Werkzeug ausprobieren und einen akuraten Halsausschnitt fertigen. Am Probestück lief es nach anfänglichen Schwierigkeiten gut, am Shirt leider gar nicht. Da ich es nicht vermasseln wollte, habe ich dann doch normales Halsbündchen angenäht und mit Coverstich abgesteppt. (Mit dem Teil muss ich mich wohl noch mal genauer beschäftigen, damit es eine Arbeitserleichertung wird.)
Ich will Euch aber die nicht so gelungene Stelle am Halsbündchen und Saum auch nicht vorenthalten:


Am Ärmel sollte dann auch eine Covernaht als Saum entstehen, aber durch scheinbar falsche Einstellungen habe ich es irgendwie versaut und der Stoff wurde löchrig. Also abgeschnitten und dann auch Bündchen dran genäht.

Und zuguterletzt sollte noch das Label dran. Ich bügel das immer zuvor drauf (hat eine Beschichtung auf der Rückseite) und dann wird es angenäht. Hat alles gut geklappt und dann stellte ich plötzlich fest, dass ich wohl zu heiß gebügelt habe und der Faden an der Covernaht am unteren Saum verschmorrt war!!! Das ist mir noch nie passiert!!!! Also wieder aufgetrennt und noch mal gesäumt. Man habe ich geflucht! Manchmal ist echt der Wurm drin und ich zweifel daran, ob Nähen zu meinen Fähigkeiten gehört...

Kommentare:

  1. Oh- ich finde es toll.
    Und ich wusste gar nicht, dass (Näh?)Faden schmoren kann... Dachte immer, die sind aus Baumwolle...

    Mir ist letztens mal sowas mit Zackenlitze passiert. Ich hab welche aus Baumwolle und eben welche aus Kunststoff. Das hat gestunken...

    Liebe Grüße!

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    1. Gestunken hat es nicht, nur war ein Stück Faden weg. Hätte sicher gehalten, die Enden waren ja versiegelt durch das Schmoren ;-)

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  2. Sei nicht immer so streng mit dir. Das Shirt sieht super aus und nur das zählt. Mir ist so etwas auch schon passiert, aber da war gleich ein riesen Loch im Stoff. Ich habe das Hemd dann mit einer Teilungsnaht gerettet. Jeder dachte das muss so sein.
    Ich bin stolz auf dich was du für kleine Kunstwerke schaffst. Denke daran du hast das Nähen dir allein beigebracht und das ziemlich gut und es wird immer besser werden und darauf kannst du stolz sein.

    deine mutti

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  3. Es ist doch ein tolles Shirt. Ich näh nun schon 3 komplette Jahre und trotzdem passieren einfach mal Mißgeschicke. Ist halt so.
    Ich hab neulich das Nachtleucht-Garn gebügelt, war auch nur noch ein Haufen Müll. Was soll´s, jetzt weiß ich das ich das nicht machen sollte.
    LG Silvi

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  4. Ich finde den Maulwurf richtig gut appliziert - und die Augen den Mädchens haben bestimmt zu recht gestrahlt ...

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  5. Ein tolles Shirt und der Maulwurf - echt putzig. Es muss nicht immer Eule oder Fuchs oder Reh sein...
    Und Deiner Mutti kann ich nur recht geben. Klar ist es ärgerlich, wenn man ewig rumfummeln muss, bis man mit dem Ergenis zufrieden ist. Wichtig ist, dass man sich auch an knifflige Sachen rantraut. Übung macht den Meister und aufgegeben hast du auch nicht. Ich finds toll.

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  6. Selbst ist man immer am kritischsten, also weiterapplizieren :-) ich hätte die "verkorkste" Hand gar nicht gesehen! LG

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