Dienstag, 19. November 2013

Aller guten Dinge sind drei...

... oder: Fortsetzung meiner Overlock/ Coverlockerfahrungen.

Ich weiß gar nicht wie und wo ich anfangen soll... 
Erst mal danke für die Tipps per Kommentar und Email! Ich habe weiter geübt und gebe die Hoffnung nicht auf. Meine Maschine und ich kommen uns langsam näher. Und Dinge, die mir anfangs ohne Probleme gelangen, wie z.B. die Covernaht, machten mir nun auf einmal Probleme. Aber wie das meist so ist, saß die Ursache vor der Maschine und hat einen Faden nicht richtig durch die Öse gefädelt. Solche und ähnliche Erfahrungen habe ich nun schon einige gemacht. Ich werde sie hier nicht alle aufführen, auch habe ich davon nicht immer Fotos gemacht (dazu hatte ich keinen Nerv in der Situation).

Nachdem ich ja mein Probeshirt genäht hatte wollte ich richtig loslegen. Ein Kollege, der vor einiger Zeit Papa geworden ist und damals schon dieses Shirt für seinen Sohn bekam, fragte mich, ob sein Sohn nicht noch mal so eins bekommen könnte, in Größe 86/92 und etwas länger. Das erste ist ihm nämlich nun zu klein. Im Gegensatz zu manch anderen Kindern wächst dieses Kind sehr schnell und trägt nun mit ca. 7-8 Monaten schon 74/80. Da wollte ich nun mit meiner neuen Maschine ein Shirt nähen. Wie bereits hier zu lesen ist, hatte ich so meine Probleme. So hatte ich plötzlich statt der gewünschten Größe 86/92 kleinere Shirts, denn ich musste so einiges ändern und noch mal "nachnähen", weil ich mit den Nähten nicht so zufrieden war. Und so wurden die Shrits etwas enger/kleiner. Bündchen habe ich sehr viele verbraucht, dran genäht und wieder abgeschnitten... ich habe nicht mitgezählt wie oft ich das gemacht habe. Na jedenfalls waren beide Shirts auf ihre Art zu klein, zu eng und nicht passend.

Also habe ich den Stoff, aus dem das damalige Shirt auch genäht wurde, rausgesucht. Da er nicht mehr für ein komplettes Shirt gereicht hat, "musste" ich mich an einen Raglan-Schnitt heran wagen. Das klappte auch gut, aber dann ging das wieder los mit den Bündchen... 
Man oh man, eh ich den Dreh rausbekam und zufrieden war mussten noch paar Zentimeter dran glauben (ich hätte vielleicht mehr an Pseudobündchen üben sollen, aber ich dachte immer: JETZT klappt es bestimmt)... Das letzte Bündchen ist nun sehr breit, was aber, find ich, zum Umschlagen sehr praktisch ist (da sieht man die Nähte innen nicht). 

Hier nun die drei Shirt, jedes für sich besonders und mit speziellen Erfahrungswerten:



1. Shirt: Schnitt von Schnabelina, Größe ca. 80, Stoff von einem Gewinn von Nadelia, Applikation nachträglich drauf genäht, damit ich nicht zwei fast identische Shirts habe,  Appli-Stoff von hier
Saum und Halsbündchen habe ich mit einem schmalen Coverstich abgesteppt.



2. Shirt: Schnitt auch von Schnabelina, Größe ca. 80, Stoff auch vom Gewinn von Nadelia, Stern-Applikation auch nachträglich aufgenäht, Stern-Stoff vom Stoffmarkt, die Bündchen habe ich noch mit der normalen Maschine angenäht, da ich zwischendurch keinen Nerv mehr dafür hatte...



3. Shirt: Schnitt Raglan-Shirt aus Ottobre 3/2013, Stoff vom Stoffmarkt und von hier. Schmale Covernähte am unteren Saum und Halsbündchen. Dieses Shirt wird nun an den "kleinen" Mann übergeben, in Größe 86. Ich hoffe, es gefällt den Eltern.


Hier noch ein paar Details, die Covernähte klappen nun recht gut:



An diesen drei Shirts habe ich Nerven gelassen, aber meine Maschine auch kennengelernt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man mit der Overlock auch schnell mal ein Loch in den Stoff nähen kann - beim Bündchen, wo auch sonst? ;-) Ich habe meine Coverfunktion ausgiebig testen und kennenlernen können (und langsam kann sich das Ergebnis zeigen lassen), ich habe endlich den Dreh raus, wie man Bündchen relativ sauber annäht und die Sache mit den "Laufmaschen" habe ich auch beheben können. 
Es kam eigentlich während der Näharbeiten alles zusammen was zusammen kommen konnte: beim Applizieren passierten Patzer, beim Labelannähen nähte ich ein Stück vom Rückenteil mit an... wenn einmal der Wurm drin ist... naja...
Jedenfalls lerne ich dazu und bin zuversichtlich. Manchmal erwartet man wohl gleich zu viel bzw. scheitert an der eigenen zu hohen Perfektion ;-)

Nun noch die Frage, was mache ich mit den anderen zwei Shirts??? Sie sind durchaus tragbar und vorzeigbar, wenn auch kleine Fehlerchen versteckt sind. Dafür sind es Unikate und in ihnen steckt viel Nervenkraft! Vielleicht finden sich ja zwei Kinder, die die Shirts gern anziehen würden. Ich habe da vielleicht auch schon paar Ideen.
Mal schauen...

Kommentare:

  1. Liebe Dani,
    ich finde sie alle ganz toll gelungen und bin mir sicher, jede Mama würde sich darüber freuen! Auch, wenn's nicht 100% perfekt ist. Das ist es ja auch oft genug nicht, wenn man's im Laden kauft. Bei H&M muss ich z.B. grundsätzlich die Knöpfe neu annähen und Nähte gehen auf und so. Außerdem sind es ja deine ersten Werke mit der neuen Maschine! Aber mir geht es da genauso: ich möchte auch, dass es gleich im ersten Ablauf klappt, und ich nicht erst "Probestücke" nähen muss, die nix werden...
    Ganz liebe Grüße und noch viel Spaß mit deinem neuen Maschinchen!
    Regina

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  2. Hier würde schon Bedarf bestehen ... vielleicht können wir was tauschen? Schreib mir mal :-) amberlight.label-ät-googlemail.com.

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  3. Hallo Dani,
    ich wollte schon beim vorherigen Post schreiben, bin aber irgendwie nicht dazu gekommen. Du bist sehr kritisch mit Deinen Werken. Die Schlaufen beim Nähen habe ich auch. Nicht immer, aber vor allem, wenn ich den Stoff nicht genau an der Kante durchschiebe. Am Ende ist das wirklich Übungssache und vielleicht ein klein wenig Einstellungssache, aber wenn ich mich recht erinnere stellt sich Deine Maschine ja selbst ein. Ich bin aber nie soweit gegangen eine Naht wieder aufzutrennen deswegen. Denn für mich war immer entscheidend, dass die zwei geraden Nähte gut im Stoff sind, so dass alles ohne Löcher miteinander verbunden ist. Getreu dem Motto: "Hauptsache es hält" und das tut es auch trotz einiger Schlingen. Ich finde alle drei Shirts gut gelungen und mit der Übung wird es sicher bald keinen Grund zu Beanstandungen mehr geben.
    LG
    Kerstin

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